Joachim Wabbels

Freier Journalist für Camping- u. Stellplätze, Reisemobile und Campingzubehör, Lokales

 

Außerordentliche Sitzung des Ortsbeirates LU-Friesenheim29.09.2015


 

Sachstandsbericht 2015 zum Sanierungsgebiet Friesenheim

Joachim Wabbels

 

Am Dienstag den 29.09.2015trat der Ortsbeirat Friesenheim zu einer außerordentlichen Sitzung im Rathaus am Otto-Buckel-Platz zusammen.

Herr Henkel eröffnete dieSitzung und begrüßte insbesondere Herrn Schäfer und Prof.Alexander von der Stadtvermessung und Stadterneuerung, Herr Schäfer stellte dann den Sachstandsbericht 2015 zum Sanierungsgebiet Friesenheim vor.

 Die Sanierungsmaßnahmebegann 1998 und seit dieser Zeit hat sich viel getan.

Die Sanierungsmaßnahmen werden z.B. durch erhöhte Absetzung der Kosten von der Steuer gefördert.

 Ausgleichsbeträge werden von allen von der Sanierung Betroffenen erhoben und entspricht der durch die Sanierung bedingten Erhöhung des Bodenwerts seines Grundstücks.

Vor Abschluss des Sanierungsgebietes kann der Betroffene von Stadtvermessung und Stadterneuerung ein Gutachten erstellen lassen, aus dem hervorgeht, wie hoch der Ausgleichsbetrag sein wird, um eventuell eine Ratenzahlung durch ein zinsloses Darlehen zu vereinbaren. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme muss derAusgleichsbetrag in einer Summe gezahlt werden. Prof. Alexander merkte da noch an: „Die Stadt hat den Ärger und das Land bekommt das Geld!“

 Herr Schäfer stellte Beispiele für die Sanierung vor und erinnerte zunächst an die Umwandlung des Otto-Buckel-Platzes in einen modernen, gefälligen Platz, der sich heute sauber und ansehnlich präsentiert.

 Das Haus Bauernwiesensr. 12 ist die älteste Gaststätte in Friesenheim und ist 2 Jahre älter als die BASF. Die Schwarze Katz hat nur zur Kerwe geöffnet.


 

 Die Sackgasse im Bereich Bauernwiesenstr. 28-34 wurde durch Kauf des Weges neu gestaltet und gepflastert sowie Straßenbeleuchtung installiert. Der Ortsbeirat regte an, hier ein Sackgassenschild anzubringen, da oft Fahrzeuge nicht weiterkommen und wenden müssen. Spuren an den Häuserwänden zeugen vom Hängenbleiben von LKW.


 

Am Ende der Sackgasse steht das Haus 32a, ein Beispiel für eine nachhaltige Sanierung.


 

Das Haus Bauernwiesenstr. 34 ist ein Passivhaus, dass durch spezielle Dämmung und Baustoffe keine Heizung braucht  und zeigt, dass ein Passivhaus auch in der Stadt funktioniert.


 

 Beim Haus Bauernwiesenstr.36 wurde mittels Ordnungsmaßnahme eine Scheune abgerissen, in solchen Fällen werden die Kosten zu 100 % übernommen. Als Beispiel für eine Folgemaßnahme nannte Herr Schäfer das Verputzen der Fassade des Gebäudes, das stehenbleibt. Dazu kann auch die Erneuerung des Hofbelages zählen, falls dieser etwa durch das Befahren mit einem Bagger beschädigt wird.


 

Die Anwesen Bauernwiesenstr.72 - 76 sind ein Beispiel für eine Hakenhofbebauung. Hier stand der Schleckermarkt, der als Ordnungsmaßnahme abgerissen wurde und ein Wohnhaus ebenfallls in Hakenhofbebauung errichtet wurde.


 

 Die Luitpoltstr. 53 ist ein Neubau und fügt sich gut in die vorhandene Bebauung ein.


 

 In der anschließenden kurzen Aussprache fragte Herr Dr. Reinhard Herzog, ob eine Fortführung der Sanierung möglich sei. Prof. Alexander hält das für sinnvoll und regt an, das in den Gremien zu beantragen und mit dem Bauausschuß anzufangen.

Christian Schreider bat darum, rechtzeitig über Sanierung und Ausgleichsbeiträge zu informieren.

 In der weiteren Aussprache wurde noch deutlich gemacht, dass im Normalfall der Ausgleichsbeitrag ca 5000EUR nicht übersteigen wird.

 Frau Constanze Kraus freute sich auch über das Projekt Hagellochstrasse als gelungene Sanierungsmaßnahme.

 Herr Schäfer deutete auch eine Lösung für den Bunker am Otto-Buckel-Platz an, hier laufen Vorgespräche mit einem Investor.

 Herr Henkel bedankte sich nochmal bei den Fachleuten von der Stadtverwaltung und schloss die Sitzung.